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Sterile Bronchoskopie

Flexible Bronchoskope, die über die Luftwege in die Trachea und die Bronchien eingeführt werden, werden als semikritische Medizinprodukte eingestuft, da sie nicht die Gewebebarriere durchdringen. Flexible Bronchoskope sind ausschließlich für den Einsatz in natürlichen Körperöffnungen konzipiert, die selbst nicht steril sind. Deshalb kommen meistens automatische Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG-E) mit Glutaraldehyd oder Peressigsäure zum Einsatz, mit denen eine hohe Desinfektionssicherheit erlangt wird. Für die Sterilisation sind die Bestimmungen sehr viel strenger. Die Sterilisation ist als Prozess definiert, der alle existierenden Mikroorganismen reduziert. Bei Patienten mit kompromittiertem Gesundheitszustand werden aufgrund dessen sterilisierte Geräte bevorzugt.

Gewöhnlich werden flexible Bronchoskope durch Prozesse wiederaufbereitet, mittels denen ein hoher Desinfektionsgrad erreicht wird. In einigen europäischen Ländern muss das ungenutzte Endoskop nach einer bestimmten Dauer ein weiteres Mal desinfiziert werden. Dies geschieht, um ein Wachstum von Mikroorganismen aufgrund von Restfeuchtigkeit zu vermeiden. Leider kann das unter Umständen dazu führen, dass ein sauberes Endoskop vor einem dringenden endoskopischen Eingriff wiederaufbereitet werden muss, obgleich diese zusätzliche Zeit nicht zur Verfügung steht.

Um dieses Problem zu umgehen, ist es empfehlenswert, entweder Endoskoplagerungsschränke zu benutzen oder aber mindestens ein weiteres flexibles Bronchoskop als Reservegerät zu haben. Dies kann ein normales, erst kürzlich wiederaufbereitetes Bronchoskop sein oder ein spezielles Notfall-Bronchoskop, das nach dem Sterilisieren in einer steril verpackten Transportbox gelagert wurde.

Die Wiederaufbereitung von Videobronchoskopen nach der Untersuchung von Patienten mit hoch ansteckenden Krankheiten ist ein weiterer Aspekt, der berücksichtigt werden muss. In diesem Fall hilft es, wenn das Gerät in die zentrale Sterilisationsabteilung zur Dampfsterilisation bei 134°C geschickt werden kann, damit die Hygienesicherheit in der Endoskopieabteilung auf einer hohen Ebene gehalten werden kann.

Die Entwicklung autoklavierbarer, flexibler Videobronchoskope war eine komplexe Herausforderung, da Materialien entwickelt und vereint werden mussten, die den Temperatur- und Druckverhältnissen im Autoklave-Sterilisationsprozess standhalten. 2005 stellte Olympus das weltweit erste autoklavierbare flexible Videobronchoskop vor und bietet so für die Bronchoskopie eine weitere Option der Hygienesicherheit.

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