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Endobronchiale Biopsie (EBB)

Zur Diagnose von Krankheiten der Atemwege bei Kindern, ganz gleich welchen Alters, wird heute oft die flexible Bronchoskopie eingesetzt. Wenn die Symptome bereits chronisch geworden sind – zum Beispiel persistierende oder rezidivierende Infiltrationen der Lunge, chronischer Husten (mit und ohne Sputum) sowie Giemen und Pfeifen – dann liegen Indikationen für eine endobronchiale Biopsie (EBB) vor. In solchen Fällen stößt die anatomische und visuelle Untersuchung nämlich bald an ihre Grenzen, sodass erst die Biopsie es erlaubt, den Befund präziser zu beschreiben und zu diagnostizieren. Auch bei abnormen intrabronchialen Strukturen oder Raumforderungen kann eine gezielte Biopsie wertvolle Dienste leisten.

Ziel bei der pädiatrischen endobronchialen Biopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe mit allen für die Histologie bedeutsamen Strukturen und Zellen. Bei lokalisierten Pathologien, wie z. B. deutlich erkennbaren endobronchialen Läsionen, Knoten oder Raumforderungen, erfolgt die Biopsie unmittelbar an der Läsion. Bei allgemeinen Krankheitsbildern wählt man hingegen eine gut zugängliche Stelle, wo die Zange gut greift. Gerne wählt man den Teilungssporn, wo die Positionierung der Zange und das Fassen der Branchen leichter ist als anderswo. Grundsätzlich empfiehlt es sich, gleich mehrere Proben zu entnehmen (typischerweise drei oder vier), um sicherzustellen, dass sich zumindest eine davon zur Begutachtung eignet.

In Verbindung mit einem Bronchoskop mit 2,0-mm-Arbeitskanal werden für die pädiatrische bronchiale Biopsie meist Zangen mit gefensterten, langen, ovalen Branchen eingesetzt. Damit lassen sich ausreichend große Gewebeproben für die Histologie entnehmen. Für kleinere Kinder ist ein 1,2-mm-Bronchoskop mit entsprechend kleineren Zangen verfügbar. Die damit gewonnenen Proben sind natürlich kleiner, jedoch häufen sich in der Literatur die Beispiele für Befunde aus bronchialen Biopsien bei Kleinkindern, die belegen, dass sich bereits derart kleine Proben für die diagnostische Beurteilung und die Forschung eignen. Voraussetzung ist natürlich eine sichere Beherrschung der Technik, erworben durch entsprechende Erfahrung, sowie eine gute Kooperation mit dem histologischen Labor.

Speziell für die pädiatrische Bronchoskopie gibt es von Olympus eine wiederverwendbare Biopsiezange, passend zum Bronchoskop mit 1,2-mm-Kanal.

Saglani S, Payne DN, Nicholson AG, Scallan M, Haxby E, Bush A.: The safety and quality of endobronchial biopsy in children under five years old. Thorax. 2003 Dec;58(12):1053-7

Salva PS, Theroux C, Schwartz D: Safety of endobronchial biopsy in 170 children with chronic respiratory symptoms. Thorax. 2003 December; 58(12): 1058–1060

Pohunek P., Urbanová K., Svobodová S., Uhlík J., Hornofová L.: How, Where and When To Perform a Bronchial Biopsy? Clinical Applications. International Congress on Pediatric Pulmonology, Versailles, 2011.

Midulla F, de Blic J, Barbato A, Bush A, Eber E, Kotecha S, Haxby E, Moretti C, Pohunek P, Ratjen F; ERS Task Force.: Flexible endoscopy of paediatric airways. Eur Respir J. 2003 Oct;22(4):698-708.

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